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Bandol und Côtes-du-Rhône 2012


Der Titel ist weitergefaßt, als man es in Wirklichkeit auf einer fünftägigen Reise schaffen kann. Doch die gesammelten Eindrücke sind für die beiden Gegenden typisch und gültig.

Am Mittwoch, 6. Juni ließen wir uns ab Mülhausen in Windeseile mit dem TGV über Dijon, Lyon, Valence nach Marseille bringen. Dort wartet unser langjähriger Chauffeur Hanspeter Reber schon mit dem Car auf uns. Gleich ging es weiter nach Le Plan du Castellet. Dort ließen wir uns von der Ambience der Domaine Tempier gefangennehmen und widmeten uns den herrlichen Bandol-Weinen. Tempier gehört zu den renommierten Bandol-Produzenten. Die Bandol-Weine müssen sortenreine oder mindestens mit 85 % gekelterte Mourvèdre-Weine sein. Das Abendessen und die Übernachtung in La Seyne sur Mer schenkten uns auch einen Blick aufs Mittelmeer.

Am Donnerstag nahmen wir zunächst ein weiteres Flagschiff der Bandol-Weine ins Visier. Wir besuchten das Château Vannières in La Cadière d"Azur. Bereits zum zweiten Mal begeisterten wir uns für die Mourvèdre-Weine. Über Mittag dislozierten wir dann in das Gebiet von Châteauneuf du Pape, wo wir am Nachmittag die Domaine du Grand Tinel in Châteauneuf du Pape besuchten. Erneut südliche Weine, wiederum Weine, die den Gaumen erfreuen, aber anders jetzt eben Châteauneuf du Pape. Der Abend war dann unserem traditionellen Grand D ner gewidmet. Wir durften uns im Ein-Stern-Restaurant Le Pré du Moulin in Sérignan-du-Comtat zu Tisch setzen.

Seriös und ernsthaft wurde es dann am Freitag. Am Vormittag ließen wir uns in der Université du Vin in Suze la Rousse in Theorie und Praxis weiterbilden. Mit dem Besuch in der Domaine de Cabasse in Séguret wandten wir uns dann auch den Weinen der südlichen Côtes-du-Rhône zu, die den Ortsnamen oder gar einen Lagenname führen dürfen.

Am Samstag ging es dann ins nördliche Côtes-du-Rhônes in die Gegend von Tain l'Hermitage. Önologisch gibt es einen großen Unterschied zwischen den südlichen (méridionales) und den nördlichen (septentrionales) Côtes-du-Rhône-Weinen. Die südlichen verfügen je nach Gemeinde über einen definierten Rebsatz von vier bis 13 Sorten. In der nördlichen Côtes-du-Rhône ist für Rotwein ausschließlich Syrah zugelassen. Das studierten wir zunächst in der Domaine Michelas Saint Jemms in Mercurol bei Tain l Hermitage. Und am Nachmittag fanden wir uns bei einem Hermitage-Leuchtturm ein, bei Jaboulet Ainé in Tain l Hermitage. Hier erlebten wir Weine von eindrücklichem Charakter. Auf der Weiterreise besuchten wir dann noch die Distillerie Gauthier in Saint-Désirat, wo wir uns neben den Liqueurs und den gebrannten Wassern auch noch mit dem lustigen Musé de l'Alambic befaßten. Nach einem ausgiebigen D ner im Hotel Schaeffer in Serrières fielen die meisten in den wohlverdienten Schlummer, immerhin war es doch ein anstrengender Tag gewesen.

Die doch recht weite Rückreise aus dem Gebiet der Saint-Joseph-Weine nach Oberwil, erlaubten leider keine weiteren Degustationen mehr, obwohl es doch noch sooooviel zu entdecken gäbe.

Text:
Rudolf Mohler, Oberwil

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